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HOT POT - Von Hong bis Kong

Ausstellung, 2017
Visuelle Kommunikation

Die Ausstellung „HOT POT“ zeigt künstlerische Arbeiten von den der Abteilung Visuelle Kommunikation an der Kunstuniversität Linz, die im Rahmen einer Studienreise nach Hongkong entstanden sind. Die Bandbreite der präsentierten Werke reicht von Fotografien über Grafikdesign bis hin zu Installationen.

https://issuu.com/viskom/docs/hotpot_katalog_2017_highres

FORTUNE HUNTERS

„From lucky charm to lucky charm“

Datenvisualisierung | Installation

Die Datenvisualisierung „Fortune Hunters“ beschäftigt sich mit der Rolle von Glück in der chinesischen Kultur. Viele Menschen in Hongkong glauben an die positive Wirkung von Glücksbringern und dass sie durch deren Besitz ihr persönliches Glück positiv beeinflussen können. In der Installation wird sichtbar, wie oft die Künstlerinnen zehn der wichtigsten Glückssymbole in Hongkong entdeckt haben. Sie zeigen damit die „Glücksdichte“ Hongkongs.

von Kathrin Aigner, Isabel Erlebach

UNRIVALED

„Von oben bis unten“

Fotografie

Während in den Geschäftszentren von Central und Kowloon jedes weitere Hochhaus gefeiert wird wie die Neuerfindung des Kapitalismus, versinkt eine wachsende Zahl an Hongkonger*innen im Elend. Das Fotoprojekt „unrivaled“ spinnt diesen Gedanken weiter.

von Christoph Breiner

ANTIDIALOG

„Von Chineutsch bis Deuesisch“

Videoinstallation

In der Megametropole Hongkong, wo Menschenmassen auf engstem Raum zusammenleben, sind Vor- schriften und Regeln durch eine Flut von Schildern dauerhaft präsent. Aufgrund der Kolonisationsgeschichte Hongkongs sind diese Schilder im öffentlichen Raum zweisprachig, wodurch wir überhaupt erst etwas verstehen konnten. Diese Erfahrung des „eigentlich-nichts-Verstehens“, des Vergleichens und der Dauer-Überforderung in der reizüberflutenden Megacity wird in der Arbeit „Antidialog“ erlebbar gemacht.

von Valerie Danzer

INNERER MONOLOG

„Von Spiegel bis Bild“

Fotoinstallation mit Handspiegel

„Innerer Monolog“ thematisiert die persönliche Reflexion. Die Künstlerin erstellte durch Fotografien von Reflexionen in Schaufenstern Portraits von Menschen. Um aber nicht nur einen einzigen möglichen Gedanken der Abgelichteten zu zeigen, wurden die Bilder in Taschenspiegeln montiert. Die Betrachter*innen sehen Spiegelungen von Spiegelungen von Spiegelungen und erhaschen womöglich auch einen Blick ihrer eigenen Reflexion.

von Theres Duschelbauer

HONGKONG STORYBOARD

„Von in den Bildern bis zwischen den Zeilen“

Fotografie

„Hongkong Storyboard“ ist ein fotografisches Projekt, das sich mit dem Portraitieren eines neuen Ortes auseinandersetzt und in den alltäglichen Abläufen Hongkongs eine Narrative sucht. Bei so vielen Erzählsträngen, die simultan in einer Stadt ablaufen, stehen die aneinandergereihten Bildsequenzen beispielhaft dafür. Sie sollen die Betrachter*innen dazu anregen, Städte als ein sich entwickelndes Stück zu sehen.

von Nina Huber

KONTRASTIV SUBJEKTIVES HONGKONG

„Von subjektiv bis subjektiv“

Subjektives Informationsdesign | Plakatserie

Mit ihrer Arbeit möchte die Künstlerin den Eindruck Hongkongs als Stadt der Kontraste anhand subjektiv erhobener Daten näher bringen. Diese gewonnenen Daten, visualisiert durch Text, Bild und Illustration, sollen den Betrachter*innen ein Gefühl für die zahlreichen Facetten und Kontraste Hongkongs vermitteln.

von Stella Kucher

BUNTES RAUSCHEN

„Von schrill bis still“

Fotografie mit Sound

Es ist beinahe unmöglich, die vielen visuellen Reize Hongkongs auf einmal zu verarbeiten. Schließt man jedoch die Augen und konzentriert sich nur auf das Hören selbst, eröffnet die wahrgenommene Geräuschkulisse den Zugang zu einer scheinbar neuen Welt. Die entstehende Akustik definiert unsere visuelle Wahrnehmung wesentlich. „Buntes Rauschen“ macht Besucher*innen diesen Prozess der Veränderung deutlich.

von Simon Liesinger

HONGKONG SILENCE

„Von Dauerbeschallung bis Durchatmen“

Fotografie

In der Riesenmetropole Hongkong ist die Stille nicht immer leicht zu finden – man ist umgeben von einer ständigen Geräuschkulisse. Die Fotoserie steht stellvertretend für die Suche nach ruhigen Momenten und dem Entliehen der Dauerbeschallung. Dabei wird tief durchgeatmet und die kurze Ruhe genossen.

von Barbara Oppelt

SHRINES

„Von menschlich bis heilig“

Fotografie und Text

Fast jedes Gebäude Hongkongs hat seinen eigenen Schrein, der für religiöse Darbringungen verwendet wird. Das Projekt ist eine kleine Sammlung, die Einblick in persönliche und gleichzeitig öffentliche Orte der Spiritualität und ihre Vielzahl und Vielfalt gibt. Die Besucher*innen können sich selbst ein Stück davon in Form von Postkarten mitnehmen. Jedes Bild wird so zum Besitz der Person – eines von vielen und dennoch persönlich.

von Hana Oprešnik

AUF DER SUCHE NACH DER STILLE

„Von laut bis leise“

Fotografie und Grafik

In ihrer Arbeit findet die Künstlerin in alltäglichen Dingen, wie der überfüllt geglaubten U-Bahn, immer wieder Momente voller Stille und Ruhe. Die Bilder zeigen Momente, in denen nur wenige Menschen zu sehen sind und heben die Stille einer Stadt, die nie leise ist, hervor.

von Valentina Recheis

BLACKOUT HONGKONG

„Von Frucht bis Fleisch“

Fotografie mit Ölkreide

Für die Ausstellung werden insgesamt hundert Bilder auf ma em Fotopapier gedruckt und fast gänzlich mit Ölkreide geschwärzt. Durch das Schwärzen ergibt sich eine Ebene, die das Originalbild teilweise verschleiert, wodurch nur ein klarer Teilausschnitt  verbleibt. Die Unruhe des ursprünglichen Bildes wird durch den Ausschnitt  gebrochen – es entsteht ein Ruhepol.

von Katharina Sandri

DUFTENDER HAFEN

„Von höllisch stinkend bis wohltuend betörend“

Installation

Höllisch stinkende, aber dennoch genussvolle Früchte, Räucherstäbchen oder luftgetrockneter Fisch. Viele Gerüche lösen in uns Erinnerungen aus. Das Projekt „Duftender Hafen“ soll allen durch Gerüche eine Reise nach Hongkong ermöglichen.

von Julia Singer

IM BANN DES BUN FESTIVALS

„Von Löwen- bis zu Drachentänzen“

Illustration | Textil

Das traditionell chinesische „Cheung Chau Bun Festival“ wurde in der Arbeit der Künstlerin auf eine neue, illustrative Art und Weise interpretiert. Auf die reichhaltige Bedeutung und den tiefen Symbolgehalt chinesischer Charakteristika wurde speziell Bezug genommen.

von Sophia Wäger

BASIC FEELING HONGKONG

„Von alltäglich bis absurd“

Fotografie | Buchkunst | Holzobjekt

„Basic Feeling Hongkong“ ist all den Farben und Alltagsmomenten, die die Grundstimmung der Metropole Hongkong ausmachen, gewidmet. Das Projekt stellt eine Mischung aus fotografischer Herangehensweise und Holzobjekt dar und funktioniert in der Bedienung ähnlich einem Kartenkarussell. Wird die Kurbel gedreht, fliegen Eindrücke der Stadt Hong- kong an den Betrachter*innen vorbei.

von Julia Winter

betreut von Tina Frank, Gerhard Umhaller, Marianne Prüherfellner

Ausstellung „Hot Pot - Von Hong bis Kong“, 2017
© Abteilung Visuelle Kommunikation