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Mag. Manuela Naveau

Crowd & Art ‑ Wenn die Masse Kunst macht

Beginn des PhD Studiums: WS2010

Betreuer:

Dass ein Kunstprojekt auf Partizipation von verschiedenen Personen aufbaut, ist nicht erst eine Erfindung des Internets. Aber es ist das Internet und besonders das Social Web, das Partizipation an künstlerischen Prozessen einer noch nie dagewesenen Anzahl von Menschen ermöglicht. Arbeitet man online mit diesen vielen, meist unbekannten und weltweit verstreuten Personen ‑ indem man Tätigkeiten in das Internet auslagert ‑, so spricht man heute von Crowdsourcing.Auch der künstlerische Bereich ist von einer ausgelagerten Produktion über Personen im Internet nicht ausgenommen. In meiner Recherche sammelte ich diverse Projekte und kategorisierte diese, basierend auf den Fragen "Wie wird partizipiert?" und "Wie wird kreiert?" Grundsätzlich ergaben sich für mich daraus folgende Leit‑Differenzen:
‑ Aktive versus passive Partizipation
‑ Bewusste versus unbewusste Partizipation
Im Speziellen erkannte ich, dass eine passive Partizipation, die bewusst oder sogar unbewusst stattfindet, eine besondere Funktion in der globalen digitalen Vernetzung und des stetig anwachsenden und zur Verfügung stehenden weltweiten Datenvolumens ausübt. Technologische Veränderungen, mit ihren rechtlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen, werden in weiteren Recherchen untersucht, um die generelle Fragestellung genauer umreißen und beantworten zu können: "Worin besteht die Qualität von Kollektiven in unserer Netzkultur? Und wie verändert die Auslagerung von Arbeitsprozessen ‑ im Internet oder im Kontext technologischer Neuerungen ‑ die künstlerische Praxis?

www.crowdandart.at