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Nadine Seligmann

Star Gazing.
Strategien der medialen (Selbst-)Inszenierung bei Alfred Hitchcock und Gilbert & George

Beginn des PhD Studiums: WS 2010/11

Betreuer: Univ.-Prof. Dr. Karin Bruns

„Star images are always extensive, multimedia, intertextual.“1Bereits Richard Dyer erkannte die Bedeutsamkeit bestimmter Faktoren für die Erschaffung vonStaridentitäten. Star Images konstituieren sich auf diversen Ebenen, bei der die mediale(Selbst-)Darstellung eine entscheidende Rolle spielt. Im Zentrum der Dissertation steht dieUntersuchung performativer Praktiken anhand zweier Positionen aus dem Bereich Film und Kunst.

Unterstützt von einem professionellen PR-Apparat, nutzte der Regisseur Alfred Hitchcockverschiedene Plattformen und Formate, um sich medienwirksam zu inszenieren. Neben Cameo- undTV-Auftritten in ALFRED HITCHCOCK PRESENTS und THE ALFRED HITCHCOCK HOUR habenvor allem Werbekampagnen und seine Präsenz in der Öffentlichkeit zur Mythisierung undManifestation der Marke „Hitchcock“ beigetragen. Auch Gilbert & George, die sich als „lebendeSkulpturen“ Ende der Sechzigerjahre zum Hauptgegenstand ihrer Kunst deklarierten, sind durch eineunverwechselbare mediale Identität geprägt. Die Briten verkörpern ein stereotypisches Image, das –vergleichbar mit Hitchcock – ironisch mit den Inhalten ihrer Kunst bricht.

Ziel des PhD-Projektes ist es, filmische bzw. künstlerische Inszenierungsformen unterBerücksichtigung von Startheorien und Identitätskonzeptionen sowie Positionen zur Performativität,Iteration, Remediatisierung und Paratextualität exemplarisch auszuloten.

1 Dyer, Richard. Heavenly Bodies. Film Stars and Society. St. Martin’s Press: New York, 1986. 3.