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Vorahmung als andere Beziehungsweise

21. Mai 2019, 18.00 Uhr Expostmusik, Domgasse 1, 4. Stock, Linz

Vortrag von Kevin Rittberger im Rahmen der Reihe "relatifs".

Als explorativer, ergebnisoffener Prozess, vorbereitet, vertikuliert und vollzieht V o r a h m u n g andere Beziehungsweisen und Weltzugänge. Vorahmung ist dergestalt mimetische Kunst, indem sie sich der Nachahmung und Simulation enthält, andere Übungs- und Belohnungssysteme schafft und als prägende Praktik zu sehen ist. Sie ist "sympoietisch" (Haraway), dem Ritual verwandt, schafft „Strukturen der Verzauberung“ (Henri Lefevbre) und präfiguriert eine andere Welt. Mehr: Kevin Rittberger, "Bühnen des Volkes? Wie Theater den Komplexitäten der Globalisierung auf Augenhöhe begegnen können". berlinergazette.de/theater-globalisierung-politisierung

Kevin Rittberger arbeitet in Berlin als Autor, Regisseur und Kurator. Seine Theaterarbeiten waren unter anderem am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, Schauspiel Frankfurt, Theater Basel, Düsseldorfer Schauspielhaus, Schauspielhaus Wien und am Maxim Gorki Theater Berlin zu sehen. 2011 war er mit seinem Stück "Kassandra oder die Welt als Ende der Vorstellung" für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert. Das Stück wurde zuletzt vom Refugee-Kollektiv "Women Crossing" in Rom aufgeführt. 2018 zeigte Rittberger gemeinsam mit dem Musiker Stefan Schneider im Haus der Berliner Festspiele seine Lecture Performance "UNL€ARNING WHITE NOISE". Im Neofelis Verlag ist aktuell sein Buch "Organisation/ Organisierung" erschienen, das er zusammen mit Matthias Naumann herausgibt.

Die Veranstaltungsreihe wird von Karin Harrasser (Kunstuniversität Linz, Kulturwissenschaft), Anne von der Heiden (Kunstuniversität Linz, Kunstgeschichte und Kunsttheorie) und dem Kepler Salon Linz ausgerichtet.

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