zum Inhalt

Juliane Laitzsch

Spätantike Textilien unter Beobachtung

Beginn des PhD-Programms / Start of the PhD-Program: SS 2017

Betreuung / Supervision:
Thomas Macho

Die Dissertation ist ein künstlerisch/wissenschaftliches Forschungsprojekt, das eine zeitgenössische künstlerische Praxis und Fragen aus dem Bereich der Restaurierung zueinander ins Verhältnis setzt. Exemplarisch werden 63 spätantike Stofffragmente aus dem Textilbestand des Kulturhistorischen Museums Magdeburg betrachtet. Die Annäherung an und der Umgang mit den historischen Textilien sind in der Restaurierung ganz andere als in meiner künstlerischen Praxis. Einer der wichtigsten Unterschiede  ist, das die zeitgenössische Kunst das „Neue“ reflektiert, während die Restaurierung das „Alte“ fokussiert. In wieweit entsteht etwas „Neues“, wenn historische Textilien restauriert werden und wie  kann „Altes“ in der künstlerischen Arbeit präsent werden? Vor dem Hintergrund der Diskurse, Objekte nicht mehr als statische, sondern dynamisch Dinge wahr zu nehmen, folgt diese Arbeit den unterschiedlichen, fachspezifischen Arbeitsprozessen und Handlungen. Es werden unterschiedliche Perspektiven auf die Textilien erkundet und aufgezeig. Die Arbeit fokussiert die Objektbiografie der Textilien vom Zeitpunkt ihrer Ausgrabung in Ägypten im 19. Jahrhundert bis heute. Mit der Ausgrabung beginnt die konservatorische und restaurierende Handhabung der Textilien, ebenso wie die Rezeption dieser Textilien in der bildenden Kunst.

Kurz-Biographie / Short Bio
Juliane Laitzsch ist freischaffende Künstlerin. Sie studierte an der Hochschule für die Künste in Bremen und später an der Hochschule der Künste in Berlin Bildhauerei. Ihr Hauptmedium ist die Zeichnung. Ihre Arbeit wird vielfältig ausgestellt und umfangreich gefördert. Sie war u. a. Stipendiatin der Graduiertenschule der Universität der Künste in Berlin.

Email-Adresse / Email-Address:
mail@julianelaitzsch.de

Weblink:
julianelaitzsch.de

Fotografie: Kairo, 2018, Handzeichnung: 42 cm x 29,7 cm, 2018 © Juliane Laitzsch