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Die Geister, die ich rief …

Martina Löscher

"Die Geister, die ich rief …" © Martina Löscher

Basierend auf Goethes Zauberlehrling stellt die Installation den Verlauf von wertvollen Polymeren zu „unerwünschtem“ Müll in den Raum und stößt somit zum Gespräch über die Frage an, wie daraus wieder Material werden kann, das dem Kreislauf wieder zugeführt werden kann, und sich somit aus der Linie ein Kreis bildet.

Während in der Geschichte von Goethe der Zauberlehrling den alten Meister um Hilfe ruft, stellt in dieser Installation der Torbogen, welcher an die zu Goethes Zeit geltende romantischen Architektur angelehnt ist, in der Mitte den Blick der Gesellschaft hin zu einer sich manifestierenden Lösung dar. Die Mörtelkübel, die in die Position der animierten Besen treten und generell durch eine Konnotation der Arbeit geprägt sind, liefern den symbolischen Schwall aus der Referenzliteratur. Der Torbogen errichtet sich inmitten des Konstrukts und kündigt durch seine Transparenz das Eintreffen Meisters an, ist dabei gleichzeitig auch ein Verweis auf den Autor der Referenzliteratur. Je näher das scheinbar verschmutzte Material aus den Kübeln zum in der Mitte stehenden Torbogen hin schwappt, desto mehr verwandelt es sich in das begehrte, reine transparente Granulat.

Die Gestaltung einer möglichen Lösung als Diskussionsanlass in den Raum stellen – das ist das Ziel dieser Installation.

LV: Projekt 2 (Raum)
LV-LeiterIn: Irene Posch, Hans Zaunrieth, Robert Hübner

Projekttitel: Von der Linie zum Kreis – Kooperation mit Borealis Linz

Aufgabenstellung: Entwürfe für ein raumgreifendes Objekt für den Innenraum des Borealis Innovation Centre Linz.

© Löscher Martina

Rauminstallation, 2021
Gestaltung:Technik.Textil