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Whole Life - Neue Lebensformen in einem altem, stadtnahen Vierkantgehöft

Präsentation: 30.01.205, 9.00 - 15.00 Uhr; Ausstellung bis 6.02. afo architekturforum oberösterreich, Herbert-Bayer-Platz 1, Linz

Öffentliche Schlusspräsentation am 30. Jänner 2015, ab 9.00 Uhr
Ausstellung bis 6. Februar 2015

»Studio Gnaiger« lädt ein zur öffentlichen Schlusspräsentation der im Wintersemester 2014 ausgearbeiteten Entwurfsprojekten. Zur Diskussion gestellt werden die entstandenen Arbeiten zum Thema ‚Whole Life - Neue Lebensformen in einem altem, stadtnahen Vierkantgehöft‘.
Die Aufgabe erwächst aus dem konkreten Bedürfnis junger Menschen zu einem autonomen, vielfältigen, verantwortungsvollen und stadtnahen Leben als Gegenentwurf zu den konventionellen und entfremdeten Arbeits-, Lebens-, Konsum– und Zusammenlebensformen der heutigen Gesellschaft.

Arbeiten von: Elly Schaffer, Corinna Hiemer, Costanza Coletti, Iris Nöbauer, Hannah Kordes, Elvira Kinzner, Thomas Gruber, Simone Abfalter, Jan Rieß, Katja Puschkin, Joseph Eckhart, Katrin Kirschner, Cornelia Kriechbaumer, Lena Waldenberger, Thomas Gimpl, Patrick Scheckiger, Laura Farmwald, Eva Schmollmüller, Natalie Thompson, Katharina Höfler

AUFGABENSTELLUNG
15 min Fußweg von der Uni entfernt liegt der Leisenhof. Am Fuße des Pöstlingberges ist er eingebettet zwischen Schrebergärten und alten Mostbäumen. Teile des Hofes gehen auf das Jahr 1610 zurück. Früher der Landwirtschaft gewidmet kaufte die Diözese um 1870 die Hofanlagen auf, um ein Knabenseminar, welches daneben (aus vor Ort gebrannten Lehmziegeln) gebaut werden sollte, zu bewirtschaften. Das sogenannte Petrinum thront nun als mächtiges Bauwerk in der stadtnahen Natur und den umgebenden, zum Teil leerstehenden Gebäuden.
Seit einigen Jahren schon verliert der Ort an Glanz, aber nicht an Interesse. Nicht nur etliche Privatpersonen auch einige Investoren haben bereits Ideen ausgefeilt und zum Ende des Jahres könnte eine Entscheidung anstehen. Der langjährige Hauswart geht in Pension und somit ziehen die letzten BewohnerInnen des Leisenhofes aus.
Auch das Umfeld des Hofes ist unsicher. Die ehemals zum Leisenhof zugehörige Gartenfläche wird momentan durch als Gemeinschaftsgarten unter Demeter-Richtlinien bewirtschaftet. Der Pachtvertrag wurde nicht verlängert und kann jederzeit von der Diözese gekündigt werden. Alle anderen landwirtschaftlichen Flächen sind verpachtet und werden von einem benachbarten Gut bewirtschaftet. Obstbäume werden nicht geerntet. Das Petrinum steht zu beachtlichen Teilen leer. Die ehemaligen Sportanlagen auf dem hinteren Teil des Grundstücks verweisen.
Die Zukunft des Leisenhofes kann und muss neu ausgerichtet werden. Der Leisenhof, soll als Kern des Gebietes ausgebaut werden, es soll ein Ort entstehen, der Lebens-, Wirtschafts-, Lern- und Veranstaltungsort ist. Das Areal soll zu einem gemeinschaftlich, ökologisch-sozial verantwortungsvollem Gebiet entwickelt werden. Nahversorgungsstrukturen sollen mit einer funktionierenden experimentell-nachhaltig gebauten Wohnbebauung kombiniert werden.

ENTWURFSGEBIET
Das Entwurfsgebiet setzt sich zusammen aus dem Dreikanter Holzingergütl und dem Vierkanter Leisenhof mit einigen eingeschossigen Wirtschaftsgebäuden (blau), der Gärtnerei (pink) und dem nörlich des Petrinums gelegenen geplanten Bauland für Wohnbau (gelb).

Gäste:
Architekt Dipl. Ing. Andreas Kleboth
DI Wolfgang Fiel Phd
Lektor Reinhart Haslinger
Mag. Karin Preining, StB
Mag. Johannes Wöckinger, MBA

Projektbetreuung: O.Univ.Prof. Roland Gnaiger, Univ.Ass. Richard Steger, Ass. Prof. Michael Zinner

leisenhof_uebersicht_widmungen.pdf

Ausstellung

Die Entwurfsprojekte sind bis 6. Februar 2015 im afo architekturforum oberösterreich,
Herbert-Bayer-Platz 1, Linz ausgestellt.
www.afo.at

Foto © Manuel Mayr