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Ein neues Stadtquartier

Start: 2. März 2015, 10.00 Uhr Schlusspräsentation: 26. Juni 2015

Studio Gnaiger / Konzeption und Entwurf
TYP Entwurfsprojekt
ENTWURFSBETREUUNG  Roland Gnaiger, Richard Steger, Michael Zinner

Die Kunstuniversität Linz wird in absehbarer Zeit das Brückenkopfgebäude Ost am Linzer Hauptplatz beziehen können und die Räumlichkeiten und Gebäude des derzeitigen Standortes in Linz Urfahr auflassen. Teile dieses Areals sind bereits seit dem Brand der dort befindlichen Ringbrotwerke Mitte der 80iger Jahre brach liegend. Die Eigentümerin des Areals, die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), beabsichtigt die Fläche einer neuen Nutzung zuzuführen, derzeit liegen noch keine konkreten Planungen vor.

AUFGABENSTELLUNG
Es gilt, auf dem Areal der ehemaligen Ringbrotfabrik in Urfahr neuen Lebensraum zu schaffen,  durch einen Mix an neuen Wohnformen kombiniert mit Dienstleistungseinrichtungen soll ein vielfältiges, lebendiges und zukunftsweisendes Stadtquartier entstehen.

In der Bearbeitung werden folgende Themenschwerpunkte behandelt:

• Die Entwicklung zeitgemäßer, urbaner Wohnungstypologien für verschiedene Nutzergruppen (Familien, Wohngemeinschaften, Junges Wohnen, Betreutes Wohnen,...) und Eigentumsformen (Miete, Eigentum, Baugruppe).

• Die Gestaltung attraktiver Außenanlagen und Freiflächen (Höfe, Durchgänge, Laubengänge, Balkone, Loggien, (Dach-) Terrassen) sind entscheidend für die innerstädtische Wohn- und Arbeitswelten und deren Qualitäten. Sie sind mit besonderer Sorgfalt zu gestalten und darzustellen.

• Der Umgang mit bzw. das Einbinden des Bestandes. Die bestehenden Gebäude sind auf ihre Tauglichkeit für neue Nutzungen zu untersuchen.

• Die Entwicklung nutzungsneutraler Strukturen für zukünftige Änderungen.

Die bestehenden Gebäude sind, mit Ausnahme des denkmalgeschützten Eckgebäudes Reindlstraße / Gerstnerstraße, nicht zwingend beizubehalten.

NUTZUNGEN
Die vorwiegend in den unteren Geschoßen anzusiedelnde Nutzungen sind Dienstleister, Büros, Shops, Gemeinschaftsräume eine Tiefgarage sowie Lager- und Abstellräume.
In den oberen Geschoßen sind ausschließlich Wohnungen vorzusehen. Verschiedene Wohnformen können projektspezifisch definiert werden, in jedem Fall sollte mindestens eine Baugruppe eingeplant werden. Nach erfolgter Anmeldung wird auf Wunsch ein detaillierter Wohnungsschlüssel ausgegeben.

PLANUNGSAREAL – LAGE UND FUNKTION IM STADTGEBIET
Das Planungsareal befindet sich im Stadtteil Urfahr eingefasst von der Reindlstraße im Norden, sowie der Gerstnerstraße, Sonnensteinstraße und der Bad Leonfeldener-Straße im Westen, Süden und Osten. In etwa die Hälfte des Areals ist bebaut, ¾ davon wird derzeit noch von der Kunstuniversität Linz genutzt. Die östliche Hälfte des Areals ist seit der Absiedelung der Ringbrotwerke Anfang der 80iger Jahre nicht bebaut und dient derzeit als Parkplatz für die Bediensteten der Kunstuniversität Linz.

Die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetzt erfolgt an der Ferihumerstraße (Straßenbahn-Haltestelle Wildbergstraße) sowie über die Busterminals an der Rudolfstraße,oder den Mühltalbahnhof in der nahegelegenen Kaarstraße. Die Urfahraner Hauptstraße, das Einkaufszentrum Lentia, das Gelände des Urfahraner Jahrmarktes mit der angrenzenden Donaupromenade, das neue Rathaus und zahlreiche weitere kommerzielle und/oder öffentliche Einrichtungen sind fußläufig erreichbar.

BEBAUUNGSDICHTE
Der Bebauungsplan der Stadt Linz sieht eine maximale Gebäudehöhe von 20m und eine Geschoßflächenzahl von 2,5 vor. Unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Grundstücksgröße von ca. 6.850 m2 ergibt sich somit eine maximale Nutzfläche von ca. 13.700 m2 verteilt auf 5 bis 6 Geschoßen. Dies entspricht, in Abhängigkeit der gewählten Wohnformen, einer möglichen Anzahl von 100 bis 120 Wohnungen.

TEAMARBEIT
Es besteht die Möglichkeit in 2-er Teams zu arbeiten innerhalb derer die persönlichen Schwerpunkt zu finden und weiterzuentwickeln sind.

ARBEITSUMFANG
- Grundrisse und Schnitte der gesamten Anlage; M1:500
- Baumassenmodell der gesamten Anlage; M 1:500
- Erdgeschoßgrundriss inkl. Außenanlagen; M 1:200
- Regelgeschoßgrundrisse; M1:200
- Grundriss, Schnitte und Ansichten von exempl. Ausschnitten; M 1:200
- Schnittmodell exemplarischer Ausschnitt M 1:200
- Ausgewählte Details; M 1:20

ABGABE
Alle Text-, Bild- und Planunterlagen sind zusätzlich als A3-Mappe und auf CD abzugeben (pdf-Dateien der Präsentationsplakate und pdf-Datei der einzelnen Grafiken).

ABLAUF & TERMINE
Programmvorstellung Montag, 2. März, 10.00 Uhr
Anmeldung bis Montag, 2. März, 12.00 Uhr
Impulstag Mittwoch, 11. März, ganztägige Wien Exkursion
Klausurwoche 4. bis 8. Mai 2015 mit Gastkritker
Schlusspräsentation Freitag 26. Juni 2015
Betreuungstag Mittwoch jeweils ab 9.00 Uhr

TeilnehmerInnen max. 10 Teilnehmer

© Corinna König

Pernthaler Graz