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Nelson Vergara

1802 : Aufstieg zum Chimborazo
Ein audiovisuelles Essay einer anarchischen Kartographie

Beginn des PhD Studiums: WS2016

Betreuung:
Univ.Prof. Gitti Vasicek

Die Grundlage des Dissertationsprojekts ergibt sich aus dem Bedürfnis, künstlerische Erkenntnisformen zu schaffen, die es mir gestatten, damit verbundene Fragen und Konzepte in der Beziehung zwischen Mensch (Körper) - Medien – Umfeld (Umwelt) konzeptionell zu entwickeln und künstlerisch zu erforschen.
Die Forschungsfrage ist bestimmt durch das Kartographie-Konzept, nach Guattari, als eine Reihe von subjektiven Verbindungen der Wahrnehmung von verschiedenen Elementen eines geographischen Raumes. Genauso ist das dokumentarische Medium direkt mit dem subjektiven Blick auf einen bestimmten Aspekt der Wirklichkeit verbunden. Beide Konzepte werden mit dem neuen Begriff von Natur Alexander von Humboldts gegenübergestellt. Mittels künstlerischen Strategien werde ich seine wissenschaftlichen Methoden anders zu erproben um die Geographie der Chimborazo - Gebiet aus meine Betrachtungsweise erkunden zu können. So wie bei dem misslungenen Aufstiegt, das Scheitern wir als Konzept wahrgenommen die alles durchquert.
In diesem Rahmen möchte ich mich mit folgenden Fragestellungen auseinandersetzen, die einerseits aus meine (von mir ausgewählte) künstlerischen Methoden und Strategien selbst heraus entstehen, und die andererseits aus der Beziehung Künstler – Territorium – Kartographie – Betrachter sich entwickeln:

Die erste Frage ist in den dokumentarischen Methoden eingefügt und in die Art und Weise wie ich mich zu dem kartographierendem Territorium (das Studienobjekt) verhalte und wie ich mit Ihm in Verbindung trete. Mit welchen kartographischen Strategien (auch im Humboldts basierend) kann ich mich an einem Territorium mich nähern und künstlerische Dokumente herstellen das über diese Beziehung bescheid geben.

Die nächsten Fragen bezieht sich auf die formale Elemente des filmischen Mediums und ihre Beziehungen im Raum: Wie ergeben sich neue, narrative, zeitliche und kognitive Zusammenhänge im Medium Dokumentarfilm, wenn ihre formalen Elemente (Bild, Ton, Text) im Raum installiert werden, und welche Handlungsweisen bzw. Verfahrensweisen liegen im “expanded“ Dokumentarfilm, um neue Beziehungen zwischen dem Künstler (ich) und die zu kartographierendem Territorium sowie dem Betrachter und seiner Erkenntnis implizit im Werk aufzudecken?