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SCHNITTSTELLE x 67

13. Dezember 2023, 18.15 Uhr Kunstuniversität Linz, Hauptplatz 8, 4. OG, Lecture Theatre

"was wird das, wenn es fertig ist?"

Vortrag von Catrin Bolt im Rahmen der Gastvortragsreihe "Schnittstelle" der Visuellen Kommunikation.

Kunst am Bau kann man nur machen, wenn man Kunst nicht mag" - dieser Ausspruch eines Kollegen kommt mir immer wieder in den Sinn. In einem Querschnitt zeige ich realisierte und abgelehnte Projekte, die sich mit Orten außerhalb des Kunstkontextes beschäftigen. Die spezifischen Probleme bei der Umsetzung sind manchmal Teil des Inhaltes, so dass viele der Kunstwerke eine eigene Geschichte haben. 

Catrin Bolt (geboren 1979) lebt und arbeitet in Breitenstein und Wien. Sie studierte von 1997 bis 2003 bei Peter Kogler in der Medienklasse an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Neben dem Begriff des erweiterten öffentlichen Raums und der konzeptuellen Befragung von Ausstellungen erforscht die Künstlerin das Potenzial von Kunst in Alltagsräumen. In der Neuperspektivierung von Gewohntem, seiner symbolischen Umwertung und mit den Kunstgriffen von Fiktionen, Fakes und subtilen Irritationen trotzt sie gesellschaftlichen Gegebenheiten neue Sichtweisen ab. Mit diesen Strategien macht sie gesellschaftliche Absurditäten ebenso wie die imaginäre, aber auch reale Macht von Zeichensystemen sichtbar. In Mahnmalprojekten entwickelte sie eigenständige Formen einer zeitgenössischen Erinnerungskultur wie zum Beispiel bei den stadtübergreifenden Mahnmalen Lauftext (Graz) und Alltagsskulpturen (Wien). 2015 erhielt sie den renommierten Otto Mauer-Preis, 2019 den Theodor Körner-Preis für ihr Projekt "privater EU-Grenzzaun" sowie den Preis des Landes Niederösterreich.

www.catrinbolt.at

Bild: privater EU-Grenzzaun, St.Stefan/Globasnitz, 2023